Ali und Harry in Sydney

Transport

Hier findet Ihr Hinweise zu den Themen im Zusammenhang mit dem Transport in Sydney

KfZ 

1. Autokauf

  • Preise für neue Autos sind vergleichbar mit denen in Deutschland.
  • Wesentliche Automarken sind hier Holden (in Deutschland ist es Opel), Ford und alle asiatischen Automarken. Die Modelle sind allerdings nicht unbedingt vergleichbar mit denen in Deutschland
  • Es gibt einige Internetadresse für den Kauf von Privat. Hier kann man sich schon einmal über Preisniveau und Modelle erkundigen. www.cars.com.au ; www.drive.com.au ;  www.tradingpost.com.au

2. Anmeldung des Autos

  • Dies muss innerhalb von 2 Wochen geschehen und zwar bei einer örtlichen "Motor Registry". Hierzu ein entsprechender Link:   www.rta.nsw.gov.au
  • Meist ist das Auto schon angemeldet und muss noch umgemeldet werden. Hierzu muss man einen sog. "Applicationform" ausfüllen. Die Höhe der Ummeldunggebühr ist abhängig vom Kaufpreis des Autos aber mindestens 85 AUD. Das Formular kann von der obigen Homepage unter der Rubrik "Registration"runtergeladen werden
  • Was man unbedingt benötigt für die Anmeldung: 
  • - Den Pass aus Deutschland
  • - Den deutschen und einen internationalen Führerschein (siehe auch die entsprechende Rubrik)
  • - Einen Bankauszug (bank statement) oder eine Rechnung des Energieversorgers. Wieso?? Dies dient als Nachweis des Wohnsitzes. Wichtig: Es können nur die Personen als Fahrzeughalter eingetragen werden, an die auch der Bankauszug oder die Rechnung im Adressfeld gerichtet ist!
  • Die Registrierung muß einmal im Jahr erneuert werden und man braucht die folgenden Unterlagen dafür:
    - Die alte Registrierung
    - Die Miteilung der RTA, dass die Registrierung zu erneuern ist
    - einen Nachweis über den sog. "Green Slip" dies ist die Haftpflichtversicherung, die Körperschäden abdeckt. Achtung: Sie ist nicht in der "normalen" Haftpflichtversicherung enthalten, wie man es aus Deutschland kennt (siehe auch die Hinweise unter Kfz-Versicherung)
    - und einen sog. "Pink Slip". Dies ist der Nachweis einer geeigneten Reparaturwerkstatt, der bescheinigt, dass das Auto/Kfz technisch ohne Mängel ist. In New South Wales muß man jedes Auto vor der Verlängerung der Registrierung einer solchen Untersuchung unterziehen. Aber dies kann nicht jede Werkstatt.

3. Kfz-Steuer

Es gibt hier keine Kfz-Steuer, wie man es von Deutschland kennt. Aber man muss die Kfz-Registrierung jedes Jahr immer wieder erneuern. Und je nach Fahrzeugtyp und Art der Benutzung kann es schwanken. Die aktuellen Raten können unter diesem Link abgerufen werden: www.rta.nsw.gov.au/registration/registrationfees/index.html Es ist jedoch wichtig sich noch einmal bei RTA oder in der Motor Registry selbst zu erkundigen, da wir noch nicht alles so durchschaut haben.

4. Führerschein (Licence)

Für deutsche Staatsbürger, die nur zeitweise (als Nachweis mit einem entsprechenden Visum) in Australien leben, ist es nicht notwendig sich einen australischen Führerschein zu holen. Es reicht der deutsche Führerschein und man braucht dann noch den internationalen Führerschein. Nur beide zusammen ersetzen den australischen Führerschein.

Man kann aber problemlos den australischen Führerschein bekommen (ohne Fahrprüfung oder zusätzlichen Test) gegen eine entsprechende Gebühr. Siehe dazu die Rubrik "Licence" unter der RTA Homepage. Vorteil: Der Führerschein dient als Ausweis und man muss dann nicht immer den deutschen Reisepass mitnehmen. Nachteil:  Arbeitskollegen haben darauf hingewiesen, dass man bei fahren mit einem internationalen Führerschein wohl angeblich keine "Punkte" bekommt. Wir haben dies allerdings noch nicht ausgetestet und haben daran auch kein gesteigertes Interesse.

5. Straßenverkehr

Wesentliche Unterschiede sind die folgenden:

  • Man fährt auf der linken Seite der Straße (der Fahrer sitzt also rechts)
  • Im Kreisverkehr hat man auf das von rechts kommende Fahrzeug zu warten und auf die, die im Kreisverkehr sind. Man blinkt in welche Richtung man fahren will, bevor man in den Kreisverkehr einfährt.
  • An überfüllten Kreuzungen wird unbedingt gewartet, bis die Straße hinter der Kreuzung wieder frei ist. Auf gar keinen Fall blockiert man die Straße.
  • An vielen kleinen Straßen ist oft nicht klar, wer Vorfahrt hat. Besser nicht auf sein Recht pochen und sich lieber mit den anderen Fahrern verständigen. Wir haben noch nicht rausgefunden, ob es eine ausgesprochene "Rechts-vor-links-Regel" gibt.
  • Unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten (Blitzgeräte stehen überall)

Situation in Sydney

  • Straßen sind meist sehr voll, auch wenn es sich schom um 6-spurige Straßen handelt. Jeder fährt auch für den kürzesten Weg mit dem Auto.
  • Die Straßen sind im Vergleich zu Deutschland oft in einem miserablen Zustand mit teilweise 15 cm. tiefen Schlaglöchern. Und das Ausbessern der Straße dauert teilweise sehr lange und es ist teilweise eher ein "Verschlimm"-Bessern". Tiefergelegte Autos (selbst in der Stadt) können wir nicht empfehlen.

6. Benzin

Das Benzin ist hier ähnlich dem Preis in Deutschland und in absoluten Zahlen (ohne Berücksichtigung des Umrechnungskurses) sogar noch teurer. Diesel ist hier teuerer als Benzin. Der aktuelle Preis pro Liter Benzin liegt schwankt zwichen etwa bei 1,35 AUD und 1,48 AUD pro Liter.

7. Kfz Versicherung

Hinweis: es gibt hier nur die Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung. Eine Teilkaskoversicherung, wie man es aus Deutschland kennt, gibt es hier nicht. Hinzu kommt, dass die Haftpflichtversicherung, die man abschließt nur für Sachschäden an fremdem Eigentum eintritt nicht aber für Personenschäden.
Für Personenschäden muss einmal jährlich eine gesonderte Versicherung abgeschlossen werden. Der Beitrag ist zwingend einmal im Jahr im Voraus zu bezahlen. Und diese Versicherung muss nachgewiesen werden, wenn man sein Kfz für ein weiteres Jahr registrieren lassen möchte.

Ein paar wichtige Hinweise für den Abschluss von Kfz-Versicherungen:

- in jedem Fall sollte eine sog. "Comprehensive Car Insurance" abgeschlossen werden. Dies ist die australische Vollkaskoversicherung. Schliessen Sie die auch ab, wenn Sie ein altes Auto haben und der Meinung sind es würde sich nicht lohnen. Grund: In Falle eines Unfalls, wo man nicht selbst Schuld daran hat, erleichtert das in jedem Fall die Abwicklung. Denn hier meldet man diesen Unfall einfach der Versicherung (mit der Vorganagsnummer der Polizei) und dann regelt die Versicherung es dann selbst mit der Versicherung des Unfallverursachers, wenn er denn eine Sachschaden-Haftpflichtversicherung hat). Hat man nur eine sog. "Thirdparty-Insurance" (Haftpflichtversicherung für Sachschäden) muss man sehen, wie man die eigenen Kosten für die Reparatur ersetzt bekommt. Um es zu verdeutlichen nur das Beispiel, dass uns passiert ist:
Unfall gehabt, einer von vier Autos. Der Unfallverursacher hatte einen geliehenen Wagen gefahren und wurde aufgrund seiner Tat von der Polizei in Gewahrsam genommen. Da wir nur eine "Third-Party-Insurance" haben, mußten wir uns um alles kümmern. Und es war auch keine Stelle wirklich hilfsbereit. Dies bedeutete, dass wir herausfinden mussten, wer der Fahrzeuginhaber des Wagens war den der Unfallverursacher gefahren hat. Frage war wie kommt man an die Daten des Fahrzeuginhabers. Vorstellung der Versicherung und der Polizei: Brief an den Unfallverursacher und um die Daten bitten. Leider war aber dieser ja in Gewahrsam der Polizei. Und Sie können sich sicher ausrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, das der Unfallverursacher die Daten des Fahrzeuginhabers rausgibt.
Sollte man es wider erwarten doch schaffen, ist noch das Problem, dass man den Fahrzeuginhaber dazu bringen muss bei seiner Versicherung (soweit eine solche besteht) dann den Unfall zu melden.
Diesen Ärger können Sie sich durch eine "Comprehensive-Car-Insurance" ersparen.

- Es ist in Australien keine Pflicht eine Haftpflichtversicherung für Sachschäden abzuschliessen. Aus diesem Grunde sollte man schon die "Vollkasko-Versicherung" abschliessen. Denn in diesem Fall erfolgt der Ersatz des Schadens durch die eigene Versicherung.

8. Mautstrassen

In Sydney und Umgebung gibt es einige Mautstrassen, die durch bestimmte Tunnel und über bestimmt Brücken führen. Hier gibt es zum Teil keine Stellen, wo man mit Bargeld bezahlen kann. Lösungen sind hier entweder die Bezahlung mit Kreditkarte max. drei Tage nach dem durch- oder überqueren (sonst eine zusätzlich Gebühr fällig, wir sprechen aus Erfahrung) oder ein E-Tag. Dies ist ein elektronische Gerät. das an die Windschutzscheibe des Autos angebracht wird und an den Mautstellen registriert wird. Man bekommt dieses über Bestellung von der hier genannten Homepage (www.rta.nsw.gov.au/usingroads/etoll/index.html) oder in der Motor Registry. Je nach Benutzung kann man verschiedene Varianten wählen. Es ist ein Pfand zu hinterlegen und eine Vorabgebühr, von der dann praktisch bei Kreuzung e iner Mautstelle die entsprechende Gebühr abgebucht wird. Vorteil: Einfach und spart Geld und man ben ötigt nicht immer Kleingeld.

Auf gewissen Strecken (dazu gehört die M5 und die M5) bekommt man als Privatperson im sog. Cashback-Verfahren das gezahlte Geld zurück. Dies muss vierteljährlich eingereicht werden sonst bekommt man die Erstattung nicht mehr. Hinweise sind unter dem obigen Link zu finden.

Public Transport

Der "public tranport" in Sydney ist nicht so schlecht, wie sein Ruf in Sydney.

Die Vororte/Stadtteile werden eigentlich durch ein gutes Zugnetz mit der Innenstadt verbunden. Erbracht wird der Service durch die Cityrail Corporation. Auf der folgendem Link findet Ihr den Plan des Netzes, Fahrpläne, Ticketkosten usw. Ein sehr hilfreicher Link zur Planung in welche Stadtteile man ziehen möchte. www.cityrail.info

Busse erreichen auch fast alle Stadtteile. Problem ist, dass man sich auf den Zeitplan und die Fahrtzeiten nicht verlassen kann. Meist ist der Bus deutlich später da als geplant. Sollte er einmal früher da sein, wartet er auch leider nicht bis zur normalen Abfahrtszeit. So kann es schon einmal passieren, dass man ungewollt den Bus verpaßt. Wichtig:  Wenn der Bus anhalten soll, unbedingt dem Fahrer ein Handzeichen geben!!

Die Fähren verbinden die nördlichen Stadtteile mit dem Centrum. Einzelpreise sind teilweise doch sehr hoch. Für regelmäßige Fahrten (z.B. zur Arbeit) gibt es sog. "Travelpass". Hier handelt es sich um Zeitkarten (Woche, Vierteljahr oder Jahr) womit man Busse, Zug und Fähren in der bestimmten Zone ohne zusätzliches Entgelt benutzen kann. Siehe dazu auch die Internetseite von Cityrail. 

Für Ein-Tagesausflüge lohnt sich vielleicht schon eine Eintageskarte ("Daytripper"). Sollte man sich vorher errechnen.

Flugzeug

Man darf hier eines nicht vergessen. Australien hat nahezu die Größe von Europa. Und dadurch sind viele Orte auch meist am besten mit dem Flugzeug zu erreichen. Aber Billigfluglinien, wie wir es von Deutschland kennen (Flug für 99 cent + Steuern und Gebühren) stehen hier nicht zur Verfügung. Aber wenn man früh bucht, kann man Sonderangebote bekommen. Die wichtigsten Fluggesellschaft von Sydney aus sind

Quantas www.qantas.com.au

Virgin Blue www.virginblue.com.au

Jet Star www.jetstar.com/au/index.html

Taxis

Taxis sind an jeder Ecke in der Innenstadt zu bekommen. Man muß auf der Straße einfach nur Handzeichen geben und das nächste freie Taxis (das den Auftrag auch will) wird stoppen. Wenn kein Taxis stoppt innerhalb einer angemessenen Zeit, dann sollte man versuchen einmal die Straßenseite zu wechseln. Dies kann schon helfen.

In den Vororten ist es nicht ganz so leicht ein Taxi zu bekommen. Hier sollte man sich ein paar telefonnummern auf dem Handy gespeichert haben um ein Taxi zu bestellen. Dieses sollte eine angemessenen Zeit vor der Fahrt sein. Wollen Sie z.B. um 19.00 Uhr irgendwo hin, empfiehlt es sich, das Taxis eine Stunde vorher anzurufen und dann zu sagen, wann man abgeholt werden möchte.
Hinweis: Sie sollten in einer solchen Situation dem Taxifahrer eine lohnenswerte Fahrt anbieten, da die Taxis sonst vielleicht nicht kommen. Sollte es sich nur um eine 10 Minutenfahrt handeln, haben einige Taxisfahrer kein Interesse daran.
Zwei der großen Taxiunternehmen sind:

Taxis combined  Telefonnummer: 133300

Taxi Silver:          Telefonnummer:  1333100

Die Taxipreise sind auf ähnlichem Niveau, wie in Deutschland nur eben in AUD. Achtung, viele Taxis akzeptieren Kreditkarte (kleiner Aufschlag ist dann fällig) aber keine American Express Card. Man sollte beid er Bestellung nachfragen, ob die gewünschte Zahlungsmethode in Ordnung ist.

Fahrradfahren

Dies scheint auf den ersten Blick etwas für Radfahrer zu sein, die so leicht nichts erschreckt. Denn Sydney besitzt wenig Radwege und die Fußwege sind nicht besonders geeignet für Radfahren. Da die Straßen vielfach zwei bis dreispurig sind (eine Richtung) und auch entsprechende Geschwindigkeiten gefahren werden (70 km/Stunde) ist das Fahren auf der Straße ein gewisses Risiko.

Was ebenfalls aus unserer Sicht ungewöhnlich ist, ist dass auch auf den Motorways es eine Spur für die Radfahrer gibt. Da die Motorway vergleichbar mit der Autobahn in Deutschland ist (man darf allerdings max. 100km bzw. 110 km  pro Stunde fahren), ist es eher so als würde man mit dem Fahrrad auf dem Standstreifen fahren. Sehr hohes Risiko. Das größte Risiko liegt allerdings darin, dass der "Fahrradweg" die Auf-und Abfahrten für die Autos kreuzt. Was aus unserer Sicht schon einem Spiel mit dem Tod gleich kommt.

Aus eigener Erfahrung gibt es einige wenige Radstrecken aus den Vororten in die City. Es gibt aber nicht allzu viele Strecken mit Fahrradwegen, wie man es aus Deutschland kennt. Man sollte auch bedenken, dass es in Sydney sehr hügelig ist und deshalb zu Anfang ein wenig mehr Zeit für die geplante Strecke einplanen. Denn sollte es Ihnee, wie uns gehen und Sie auch aus dem Norden kommen, sind wir diese Steigungen nicht wirklich gewohnt.

Wer es also aus Deutschland gewohnt war mit den Rad zur Arbeit zu fahren sollte sich dies hier nicht unbedingt zum Ziel setzen.

Wie auch immer. Es gibt aber Karten mit eingezeichneten Fahrradwegen im Großraum Sydney. Diese sind bei jeder RTA-Station zu bekommen und sind kostenlos. Einfach nach Bycicle-Maps fragen. 

Es besteht Helmpflicht für alle Fahrradfahrer!! (Nichteinhalten, ca. $100 Strafe)